Alltag in Deutschland: Außerhalb des Kurses

Es ist schon ungefähr 7 Monate lang her, dass ich nach Deutschland kam. Ich glaube, inzwischen habe ich mein Deutsch sehr verbessert. In Korea konnte ich als höchstes Niveau A2 erreichen, obwohl ich 2 Jahre an der Universität Deutsch lernte. Aber in diesem Sommersemester konnte ich an der Universität Bayreuth an den B2.2 Kursen teilnehmen und jetzt besuche ich in einer Sprachschule einen Deutschkurs auf dem Niveau C1. Das ist sicherlich eine große Entwicklung von mir. Jetzt kann ich den Kassierer im Supermarkt verstehen, im Restaurant ohne Hilfe selbst bestellen, mit Deutschen auf Deutsch telefonieren!

Den offiziellen deutschen Sprachstufen zufolge garantiert das „C1 Zertifikat“ die effektive Fähigkeit (Effective Proficiency)“ des Sprechers. Theoretisch werde ich fließend Deutsch sprechen können, ähnlich wie ein deutscher Mutterspracher. Aber ist das wirklich so? Ich wohne in einer Wohngemeinschaft mit einem Deutschen und zwei Mazedoniern. Wir sprechen auf Deutsch miteinander. Sie sind sehr nett und die Deutschen sprechen mit mir langsam und deutlich, damit ich sie besser verstehen kann. Aber wenn sie miteinander sprechen, kann ich fast gar nichts verstehen. Und jedes Mal war ich von meinem stillstehenden Deutsch ziemlich enttäuscht. Aber glücklicherweise war das nicht 100% mein Fehler, weil sie auf Badisch sprachen, dem Dialekt in Baden.

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Bayern und Baden: so eine Mischung

Ich war 3 Monate lang in Bayreuth, das zu Bayern bzw. Oberfranken gehört. Dort wird Bairisch bzw. Fränkisch gesprochen, der Dialekt in der Region. Aber hauptsächlich war ich nur an der Universität, in der man überwiegend Hochdeutsch spricht, und deswegen habe ich vielleicht kaum Bairisch gehört. Natürlich waren die Bayern bzw. die Franken sehr nett. Sie benutzten keinen Dialekt mit mir. Und außerdem  war ich damals noch nicht dazu fähig, Hochdeutsch und Dialekt zu unterscheiden.

Ich war überrascht und wurde schnell neugierig. Ich fragte zuerst meine Professorin an meiner Universität, die aus Würzburg kommt, und die Kollegen, die ich in diesem Semester kennenlernte. Sie sagten, dass sie überhaupt nicht Bayrisch sprechen. Sie können ein bisschen eigentlich, aber sprechen es nicht so häufig im Alltag, besonders im Studium oder bei der Arbeit. Hauptsächlich sprechen nur die älteren Leute Dialekt, sonst nicht so viele. Das ist sehr ähnlich wie in Korea. Noch gibt es viele junge Leute, die den speziellen Akzent aus ihrer Region haben, trotzdem lernen die meisten die Hochsprache in der Schule und sollen diese Sprache beherrschen.

Seit Kurzem lese ich 2 Bücher über den Badischen Dialekt. Es war ein bisschen schwer, diese Bücher zu finden. In den Buchhandlungen in Freiburg gab es gar kein Buch über deutsche Dialekte. Vielleicht gab es bis jetzt auch keinen ein solches Buch suchenden ausländischen Kunden, aber dieses Thema interessiert mich sehr. Das war ein neues Deutsch, das ich niemals im Kurs gelernt habe. Und für mich klingt der Dialekt irgendwie netter. Vielleicht fühle ich selbst mich mehr heimisch in dieser Region, wenn ich das höre. Eine Geheimsprache, die nur die Einheimischen verstehen können. Nur diese Tatsache allein ist genügt, um mein Interesse zu wecken. C2 ist nicht das Ende des Deutschen, das erkenne ich jetzt endlich. Es gibt endlose Varianten des Deutschen außerhalb des Kurses. Und das macht irgendwie immer Spaß. Gell!?

Alltag in Deutschland : Großstadt oder Kleinstadt

Es ist schon lange her, dass ich zum ersten Mal etwas über Bayreuth hörte. Als ich mein Studium anfing, gab es schon mehrere Studenten, die dort ein Semester oder mehr studiert hatten. Und jeder sagte etwas anderes. Manche Studenten erzählten mir, dass das Austauschprogramm in Bayreuth ihnen ziemlich gut gefiel, und einige andere behaupteten, dass ich auf jeden Fall in einer anderen Stadt studieren soll. Aber es gab immer eine einzige Gemeinsamkeit, nämlich dass Bayreuth eine kleine Stadt ist.

Ich wohne in Seoul, einer sogenannten „Megacity“ mit mehr als 25 Miliionen Einwohnern. Es gibt insgesamt 9 U-Bahn-Linien und alle paar Minuten fährt eine Bahn. 24 Stunden lang läuft die Stadt, kann man sagen. Und vielleicht ist meine Stadt auch in Deutschland schon bekannt. Als ich in Deutschland ankam, fragten mich viele nach meiner Heimatstadt. Wie groß sie ist, wie viele Einwohner sie hat, wie ich deutsche Städte finde, was man unbedingt sehen muss, wenn man nach Seoul kommt usw. Aber leider konnte ich nicht so gut antworten, weil für mich Seoul keine Großstadt war.

In „meinem“ Seoul gibt es nur wenige Dinge: Meine Wohnung auf einem Hügel, die U-Bahn-Linien 6 und 2, womit ich zur Universität fahre, und meine Universität, die Hanyang-Universität. Eigentlich ist das alles. Ich gehe nicht so oft nach draußen. Ich bleibe lieber zu Hause. Deswegen gibt es in meinem Seoul maximal 5 oder 6 Orte.

Aus diesem Grund betrachte ich Bayreuth eher nicht als eine Kleinstadt. Hier gibt es auch alles, was ich brauche. Ich studiere an der Universität. Ich gehe zu EDEKA in der Meranierring Starße zum Einkaufen. Ich habe meine gemütliche Wohnung im Bussardweg. Und es gibt einen wunderschönen Radweg zwischen dem Campus und meiner Wohnung. Ich gehe den hübschen Weg jeden Tag. Außerdem gibt es noch den Sternplatz, die Stadtkirche, Maisel’s Brauerei, den Hofgarten, das Neue Schloss, Schloss Fantaisie, den Herzogkeller und auch so viele Museen!

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„In Großstadt“

Jetzt wohne ich einem Dorf in der Nähe von Freiburg. Hier leben weniger als 3,000 Einwohner. Ich kenne nur eine Pizzeria und ein chinesisches Restaurant. Früher gab es hier einen Geldautomat, aber sogar das gibt es nicht mehr. Und ich fahre jeden Tag nach Freiburg, um Deutsch zu lernen. Aber ich weiß noch nicht, ob Freiburg eine Großstadt ist. Ich war auf einem Berg, bei EDEKA auch und in zwei Restaurants. Natürlich war ich auch im Schwarzwald. Und fast jeder Freiburger sagt mir, Freiburg ist schon eine Großstadt. Und wenn sie Bayreuth kennen, fangen sie zuerst mit „Wagner“ an und danach mit dem gewohnten Wort „Kleinstadt“.

Morgens jogge ich auf einem Hügel in meinem Dorf. Von dort kann ich bis nach Frankreich sehen, wenn das Wetter gut ist. Da kann ich also 2 Länder sehen. Aber in Freiburg finde ich nur die Gebäude entlang der Straße. Die Straßen sind immer voll und sogar eng wegen der vielen Leute. Was ist eine „Großstadt?“ Wo ich ohne Hindernisse frei herumlaufen kann, oder wo ich nur lagsam laufen soll? Vielleicht bin ich in Deutschland auf eine Ironie gestoßen : Je größer, desto kleiner.

Die lange Nacht der Museen

KakaoTalk_20160616_211001253Wie kann man eine Sommernacht genießen? Was fällt Euch dazu ein? In einer Kneipe Bier  trinken oder zu Hause im Fernsehen die Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2016 ansehen? Ja, das sind schon wunderschöne Weisen, eine Sommernacht zu verbringen. Aber wie denkt Ihr über eine Nacht im Museum? Wäre das auch eine Option oder eigentlich zu langweilig? Für mich war es ehrlich gesagt etwas ganz Neues. Wenn ich an Museum denke, fällt mir zuerst ein, bei Tag ins Museum zu gehen. Aber Museum bei Nacht, sogar bis nach Mitternacht? Ich bin schnell neugierig geworden, wie diese Nacht verlaufen würde.

Zuerst wollte ich das Richard Wagner Museum besuchen. Das war mein erster Versuch. Als ich gegen 20 Uhr dort ankam, unternahmen schon viele Gruppen ihren Rundgang durch das Museum. Deshalb lief ich zunächt weiter, um ein anderes Museum zu finden. Bis dahin hatte ich kein bestimmtes Ziel, aber glücklicherweise lag das Jean-Paul-Museum gerade um die Ecke vom Richard Wagner Museum. Bisher hatte ich den Namen Jean Paul nur einmal gehört. Das war vor zwei Wochen beim Frisör. Der nette Frisör erzählte mir von seinen eigenen Erinnerungen an Jean Paul aus seiner Schulzeit und das war ja wirklich meine erste Erfahrung mit dem Schriftsteller Jean Paul.

Das Museum ist relativ klein. In der Ausstellung im ersten Stock gab es nur sechs Besucher. Trotzdem war der Raum schon ziemlich voll. Es herrschte eine nette und gemütliche  Atmosphäre. Die alten Bücher und Möbel, alles Originalobjekte, wirkten beruhigend auf mich. Während ich selbst so den Gang durchs Museum genoss, fing gerade eine Veranstaltung an. Es war eine Autorenlesung von Christiane Neudecker, die den Roman „Sommernovelle“ geschrieben hat. Sie las selbst aus ihrem Buch vor. Obwohl ich nicht alles verstehen konnte, war es sehr spannend, ihr zuzuhören. Und ich freute mich auch darüber, dass ich der einzige ausländische Student im Publikum war. Schließlich war ich sehr zufrieden mit dieser schönen Erfahrung, die mir meine erste Bayreuther Museennacht ermöglichte. Besonders glücklich fühlte ich mich, weil ich bis dahin noch keinen „lebendigen“ deutschen Schriftsteller getroffen hatte. Fast alle anderen deutschen Schriftsteller, die ich in meinem Studium kennengelernt habe, sind schon gestorben. Wer weiß, vielleicht werde ich der einzige sein, der Christiane Neudecker so ganz aus der Nähe gesehen hat, als sie noch nicht berühmt war.

KakaoTalk_20160612_090457120Nach der Lesung konnte ich dann Bayreuth bei Nacht erleben. Da sieht die Stadt ganz anders aus als am Tag. Die Museen, das Schloss, alle Gebäude hatten schon ein anderes Gesicht. Als ich durch die Stadt lief, gab es gerade ein Konzert in der Stadtkirche.

Vor dieser Nacht war ich eigentlich ein bisschen skeptisch, wie man so einen langen Abend im Museum verbringen kann. Aber ich verlor meine Zweifel ganz schnell. Ich habe an diesem Abend  nur 3 oder 4 Orte besucht, doch die „lange“ Nacht war gar nicht so lang. Die lange Geschichte von den alten Bayreuthern habe ich wirklich sehr genossen. Man denkt oft, die Museen enthalten doch nur etwas Altes bzw. Totes, aber ich hatte das Gefühl, dass sie immer noch mit uns sind. Davon zeugte auch die anregende Atmosphäre. Die Bayreuther wissen schon, wie man eine Nacht mit einem Museumsbesuch verbringen kann. Mit einem Autor, einem Konzert, schöner Beleuchtung oder auch einem Glas Bier haben sie die Nacht so schön dekoriert. Jetzt ist es für mich ganz klar, dass die Deutschen „Museumsexperten“ sind.

International Buffet mit ISN Bayreuth

DSC01907Die Universität Bayreuth ist eine sehr internationale Universität, obwohl sie in einer kleinen Stadt in Bayern liegt. Von knapp 14,000 Studierenden kommen 8% aus anderen Länder. Mit den Austauschstudierenden eingerechnet wäre es viel mehr. Natürlich braucht die Universität daher Studierende, die ihnen daher helfen kann und so gibt es ISN(International Students Networks). ISN organisiert verschiedene Veranstaltungen aus akademischer, kultureller und auch religiöser Perspektive. So gibt es viele Events, bei denen Studierende einfach andere Kulturen kennenlernen können, weil ISN die Veranstaltungen auch auf Englisch anbieten. Deswegen können die vielen Austauschstudierenden einfach daran teilnehmen.

In diesem Semester gab es auch ganz viele Veranstaltungen von ISN an der Universität. Und schließlich kam es zum letzten Event in diesem Jahr. Es hieß ‚International Buffet‘ und hat am 16. Dezember in der ESG Bayreuth stattgefunden. Wie geschrieben, konnte man da vielfältige Gerichte aus der ganzen Welt ausprobieren. Die Regel war einfach. Man konnte sich entscheiden, sie entweder selbst zu kochen oder sonst den Eintritt zu bezahlen. Glücklicherweise haben viele internationale Studenten sich ziemlich bemüht, um einen schönen Abend zu verbringen. Alle kochten selbst gerne und brachten das mit. Dank ihnen konnten alle zusammen eine vielfältige und bunte Küche aus anderen Länder ausprobieren.

Da waren insgesamt etwa 25 Studierende und die Nationalitäten waren auch unterschiedlich, z.B. einschließlich Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Slowakei, England, Poland, Türkei, usw. Deshalb war die Vielfalt der Küchen auch breit gut. Die Teilnehmer lernten sich nicht nur untereinander kennen, sondern aßen auch und redeten zusammen. Außerdem konnten sie durch die Gerichte andere Kultur entdecken. Manche von ihnen waren so beliebt und danach gab es sogar viele Nachfragen zum Rezept.

Gerichte sind ein wichtiger Teil der Kultur. Man kann damit nicht nur Kulturen kennenlernen, sondern gleichzeitig etwas Leckeres genießen. Durch diese Veranstaltung hat ISN uns eine gute Gelegenheit angeboten und dadurch verbrauchten wir am Jahresende eine wunderbare Zeit.

D-36, nach Hause.

 

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Nur 36 Tage habe ich jetzt, bis ich nach Korea zurückkehre. Erst nachdem das Datum festgestellt wurde, konnte ich die Umgebung als eine Fremde beobachten. Ich sehe jetzt Bayreuth genau wie am Anfang April 2015. Alles war neu für mich und ich war so froh darüber, endlich in Europa zu sein! Deutschland ist für mich unter anderem speziell, weil es natürlich mit meinem Hauptfach zu tun hat, auch weil das mein erstes Land in Europa ist. Die Leute, Sprache und traditionellen Gebäuden, alles war total anders wie in Asien.

Während der 10 Monate habe ich mich allmählich ans tägliche Leben gewöhnt. Einfache Sachen kann ich jetzt selbst erledigen und zudem habe ich in den Sommerferien gearbeitet. Aber ich habe angefangen zu denken, dass ich ungefähr in einem Monat in Korea sein werde. Danach folgt diesem Gedanken ein Image Bayreuths ohne mich. Hier wird es trotzdem im Winter still und gemütlich und im Sommer bunt und lebhaft sein. Deswegen sieht diese Stadt plötzlich ein bisschen ungewohnt aus.

Ich fühle jetzt zwei komplizierte Gefühle. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit meiner Familie und meinen Freunden und Freundinnen, die auf mich warten. Auf der anderen Seite will ich nicht Deutschland verlassen, genauso wie ich nicht aus einem langen schönen Traum erwachen möchte. Dann wird man etwas drinnen tief empfinden und sich wünschen, noch einmal den schönen Traum zu haben. Wenn ich wach werde, müsste ich wieder mit einem stressigen Leben anfangen, zum Beispiel starker Verkehr und ein überlastetes Universitätsstudium. Ich war ein Jahr weit weg von der Realität. Ehrlich gesagt, ich habe Angst vor Heimkehr. Noch vermeide ich viele Aufgaben, die ich machen muss.

Aus anderer Sicht: ein Monat ist nicht zu kurz etwas zu machen. Noch kann ich viele Leute treffen und irgendwohin reisen. Der Grund, weshalb ich etwas früher diesen Text schreibe, ist ganz einfach. Wenn die Zeit kommt, wirklich abzureisen, muss ich unbedingt beschäftigt sein. Und jetzt ist es der richtige Moment über das Jahr in Deutschland nachzudenken.

,,I can´t go back to yesterday, because I was a different person then.‘‘

– <Alice in Wonderland>

Ich kann mein vergangenes Jahr nicht zurückbringen, weil ich mich schon verändert habe. Ich bin eine Person, die sich von der gestrigen unterscheidet. Ich wünsche mir nur, dass ich mich in eine gute Richtung entwickelt habe.😉

Erfahrung im Kino

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Bis heute habe ich im Kino in Deutschland drei Filme gesehen. Der erste war ,,Minions‘‘, der zweite ,,Alles steht Kopf‘‘ und der dritte ,,Arlo&Spot‘‘. Die Gemeinsamkeit davon ist, dass sie alle Zeichentrickfilme sind. Ich konnte nicht alle Worte verstehen, trotzdem konnte ich den Text erfassen, weil die Situationen ziemlich einfach und die Aussprache sehr deutlich sind. Aber es war ein bisschen schwer mich darauf zu konzentrieren, weil die Kinder ihren Eltern so viele Fragen gestellt haben.🙂

Und mich hat die Tatsache im Kino erstaunt, dass man vor dem Anfang des Films sitzend Eis kaufen kann. Nach der Werbung über Eis tritt jemand ein und fragt die Leute, ob jemand Eis kaufen möchte. In Korea habe ich das nie gesehen. Ich weiß nicht, ob es so nur in Bayreuth ist oder in ganz Deutschland. Sogar dieser kleine Underschied zwischen Kulturen ist sehr interessant.

Es zeichnet die Filme in Deutschland aus, dass fast alle Filme auf Deutsch laufen, obwohl sie eigentlich in einer Fremdsprache gedreht sind. Einmal zu Hause habe ich im Fernsehen auf Deutsch einen koreanischen Film angeschaut. So komisch war es damals, denn ich kenne die Stimmen der  Schauspieler. Gleichzeitig habe ich doch gedacht, dass das sehr gut für Deutschlernende ist. Da sie schon die Geschichte kennen, könnten sie leichter verstehen, was die Wörter und Sätze bedeuten. Sie müssen nicht Wort für Wort widerholen oder ihr Wörterbuch nachschlagen.

Aber es ist schade, dass es in Bayreuth nur ein Kino gibt. Für diese kleine Stadt bräuchte man nicht so viele Kinos, doch können nicht so viele Filme angeboten werden. Dennoch gibt es fast alle Filme, die derzeit in Deutschland gedreht sind.

 

Weitere Informationen :

http://www.cineplex.de/bayreuth/

Skandinavische Nacht in Bayreuth

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Am Dienstag 15. Dezember gab es ein Konzert in der Stadthalle. Das Konzert habe ich ohne Vorkenntnisse besucht. Deswegen bin ich auch nicht voller Erwartung gewesen. Die Musikstücke sind von den Bamberger Symphonikern vorgetragen worden. Zum 150. Geburtstag von Jean Sibelius widmeten sie sich seinen Symphonien und dem herrlichen Violinkonzert. Seine Musik, Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 und Symphonie Nr. 3 C-Dur op. 52, wurde von Santtu-Matias Rouvali dirigiert. Und der Solist war Pekka Kuusisto, ein finnischer Crossover-Künstler im allerbesten Sinne und ein sympathischer Teufelsgeiger.

 

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Jean Sibelius(1865 – 1957)

Quelle : http://www.classicfm.com/composers/sibelius/

Few composers of Sibelius’s stature have divided the critics so sharply. Many feel that it was Sibelius rather than Mahler who was the last master in the grand Beethoven symphonic tradition.

Life and Music

  • Although Sibelius displayed an affinity for music from an early age, he was hardly a prodigy. He didn’t start formal piano lessons until he was nine, although it was the violin that fired his enthusiasm.
  • He became obsessed with the idea of becoming a world-class virtuoso. His failure to do so struck a big emotional blow – he got as far as an audition with the Vienna Philharmonic.
  • Sibelius received a thorough training in composition, but what really set him on the road as a composer was the Berlin premiere of his conductor-composer friend Robert Kajanu’s Aino Symphony.
  • The fearsomely nationalistic young Finn’s immediate response was a massive five-movement symphonic poem entitled Kullervo composed in 1892, the year he married Aino Jarnefelt. This was swiftly followed by En Saga, the Karelia Suite, a series of four orchestral Legends (including the much-loved Swan of Tuonela) and Finlandia.
  • Between 1899 and 1926 Sibelius composed seven symphonies which tantalisingly balance to varying degrees his Classicist roots and Romantic inclinations.
  • Until the outbreak of the First World War, Sibelius was in demand throughout Europe as a conductor.
  • Sibelius’s last major work was the orchestral tone-poem Tapiola, which points towards the possibility of a new period of creative mastery. However, with over 30 years of his life remaining, Sibelius virtually laid his composing pen to rest.
  • For several years he worked secretively on an Eighth Symphony, but this was later consigned to the fire.
  • He remains one of the few 20th-century composers to have become a legend within his own lifetime.

 

Irgendwo hätte ich einmal skandinavische oder finnische Musik gehört. Aber nicht so häufig. Meistens wenn ich klassische Musik höre, dann wäre sie die von Mozart, Beethoven oder Tchaikovskii. Mein fast erster Eindruck der skandinavischen Musik ist der Klang meiner inneren Seite, kann ich sagen. Ich war nur einmal in Dänemark, das in Skandinavien liegt und dessen Kanal sehr malerisch ist. Solches Image ist was ich da echt erlebt habe. Doch was mir in den Sinn kam war ein leeres und grünes Feld. Als ich beim Zuhören die Augen geschlossen habe, fühlte ich mich, wie sich eine weite Aussicht eines Feldes vor mir ausbreitete. Der auffälligste Punkt dieses Konzertes ist für mich die Spielweise der Geigen. So oft wurden die Geigen nicht mit den Geigenbogen sondern mit den Fingern gespielt. Auf diese Weise war der Klang eben so wie leichte Schritte von kleinen Kindern. Die frische Musik hat mir eine neue Erfahrung hinterlassen.

Es ist echt cool, diese wunderbaren Konzerte so einfach und günstig zu verfügen, besonders für Studenten. (Das Ticket für Studenten war diesmal 5 Euro.) In Korea gilt die klassische Musik als sehr schwer und kostspielig. Und in der Tat ist sie nicht ganz verbreitet, und sind die Tickets dafür so teuer. Das kann natürlich so sein, weil ,,klassische Musik‘‘ als ein Begriff für die ,,europäische Musiktradition‘‘ gebraucht wird. Der Vorteil des Auslandssemesters ist, dass ich die Kultur selber erfahren kann, die ich nur in der Schule mit Büchern lernen konnte.

 

Weitere Informationen :

http://kulturfreunde-bayreuth.de/index.php/aktuelles

http://www.sibelius.fi/deutsch/

https://www.bamberger-symphoniker.de/programm-tickets/konzertuebersicht/concerts/ConcertInformation/show.html?tx_pxconcert_concertinformation%5BconcertInformation%5D=19189&cHash=27973e1e3f5362557a42fbdf72a81618

Der letzte Koreanischstammtisch in diesem Jahr – Im Winterdorf !

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Es gibt viele Möglichkeiten, um Fremdsprache zu lernen. Man kann einfach einen Deutschunterricht nehmen oder sich auch eine/n Tandempartner_in suchen. Ich würde euch  trotzdem empfehlen, an einem Stammtisch teilzunehmen, weil ihr da einfach viele Freunde kennenlernen könnt. In Bayreuth findet der Koreanischstammtisch jede 2 Woche statt und der letzte Stammtisch in diesem Jahr hat am 16. Dezember im Winterdorf-Bayreuth stattgefunden.

Am letzten Stammtisch haben etwa 20 Leute teilgenommen und auf Deutsch und Koreanisch miteinander geredet. Da konnten wir Glühwein, einen typisch deutschen Winter-Alkohol ausprobieren und damit hatten wir viele Weihnachtsgefühle. Der Organisator des Stammtischs, Jonas Winter, sagte, „Auch wenn leider noch kein Schnee liegt, können wir uns bestimmt mit etwas Glühwein in festliche Stimmung versetzen.“ Ja, stimmt. Zu vorgeschrittener Stunde genossen viele Leute die gute Stimmung da. Manche von ihnen waren neben dem Heizpilz, manche waren draußen, zu zweit, zu dritt, jeder auf seine Weise. Es weihnachtet sehr.

Wie früher, gab es auch wieder einige neue Studenten. Sie konnten natürlich viele Freunde kennenlernen und eine angenehme Zeit verbringen, weil die Veranstaltung ganz offen für alle ist, die an Korea viel Interesse haben. Ihr seid auch auf jeden Fall willkommen!

Schade, dass der letzte Stammtisch 2015 schon vorbei ist, aber natürlich kommt er 2016 zurück! Für jemand aus Deutschland, der Koreanisch mehr lernen will oder für jemand aus Korea, der deutsche Freunde kennenlernen will, egal ob diese Koreanisch können. Ihr kommt einfach vorbei! Dann sehen wir uns im nächsten Jahr und Frohe Weihnachten !!

Eine Reise nach Spanien und Portugal (3) – Tapas-Kultur

DSC01528Frische Meeresfrüchte zu bekommen, ist etwas schwer in Deutschland, besonders in Bayern. Persönlich fand ich sogar, dass die Deutschen sie nicht so viel mögen, denn es ist ungewöhnlich, in Restaurants eine Küche zu finden. Dazu sind sie sehr teuer, auch wenn man sie finden könnte. Deshalb ich habe mich schon darauf sehr gefreut, viele Meeresfrüchte in Spanien auszuprobieren. Inzwischen konnte ich von einem Freund etwas „Tapas“ kennenlernen und es hat sich wirklich interessant angehört. Insbesondere interessiere ich mich die Tatsache, dass es da viele Sorte Meeresfrüchte gibt. Ich wollte alles ausprobieren!

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Der erste Ort, an dem wir vorbeigekommen sind, bevor ich noch Davids Haus erreichte, war auch eine Tapas-Bar,. Da konnte ich die ersten Tapas in meinem Leben erfahren und ein Bier dazu war auf jeden Fall sehr gut. Außerdem war das Unglaublichste, dass das umsonst ist. Man kann ein kleines Tapas bekommen, jedesmal wenn man ein Bier bestellt. Wieso? Das hat mich total überrascht. Von dieser Zeit an war das Wort „Tapas“ immer in meinem Kopf. „Wo ist noch eine gute Tapas-Bar?“.

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So ein gutes Gericht, diese „Tapas“. Ich würde die gern ein bisschen erklären. Also abends ausgehen, um Tapas zu essen und einen guten Wein oder ein kühles Bier zu trinken sei eine spanische Tradition. Von Andalusien aus(Vigo befindet sich auch in Andalusien) haben sich Tapas längst im ganzen Land verbreitet und sind ein fester Bestandteil der spanischen Küche geworden. Heute ist die Tapas-Kultur sehr ausgeprägt und variantenreich. Doch weiß kaum jemand, dass die Geschichte der Tapas mit einem Glas und einem Scheibe Schinken begann.

Unter der heißen Sonne Spaniens legte man früher einen essbaren Deckel(Tapa = Deckel) auf das Glas, damit keine Fliegen ins Glas fallen konnten. Außerdem bewahrte man so das Aroma im Glas. Dieser „Deckel“ bestand zunächst nur aus einem Scheibe Schinken oder Käse. Im Laufe der Zeit verschwand dieser essbare Deckel und auf einem richtigen Teller wurden jedoch die Appetithäppchen angerichtet.

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So genießt man heutezutage Tapas in vielen verschiedenen Varianten. Ich konnte je nach dem Restaurant eine andere Sorte Tapas ausprobieren. Das war natürlich ein großer Spaß in meinem Spanien-Urlaub, weil jeder einen einzigartigen Stil und eigenen Geschmack hatte. Die Kultur habe ich nicht nur in Korea, sondern auch in Deutschland niemals gesehen, daher habe ich immer so gesagt, „David, diese gute Kultur muss unbedingt in der ganzen Welt verbreitet werden.“ Es gibt natürlich noch viele verschiedene leckere Gerichte in Spanien, wie Paella, Tortilla, usw. Ich würde daher sagen, dass ihr das unbedingt ausprobieren solltet, wenn ihr eine Gelegenheit habt. Auf jeden Fall!

Eine Reise nach Spanien und Portugal (2) – Vigo und neue Herausforderung!

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Vigo ist eine Hafen- und Industriestadt mit knapp 300,000 Einwohnern in der Provinz Pontevedra im Nordwesten Spaniens. Außerdem ist es nicht nur die größte Stadt Galiciens, sondern auch eine wichtige Universitätsstadt. Da macht David, der aus Bayreuth Universität kommt, jetzt ein Auslandssemester. Wir haben uns schon im letztem Semester in Bayreuth als Buddy kennengelernt. Bei David ist dieses Auslandssemster keine erste Erfahrung, sondern die zweite, denn er hat sie schon einmal in Südkorea gemacht. Daher wusste er schon ganz viel über Südkorea und wir konnten darüber allgemein reden, z.B. über Kultur, Politik, Sozialsystem, usw. Jedes Mal waren einige Biere dabei. Dafür war ein Semester natürlich zu kurz, deshalb entschied ich mich ihn zu besuchen.

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Mein erste Eindruck von Vigo war, dass die Stadt ein sehr wunderbares Wetter hat. Im Vergleich zu Deutschland war die ganze schöne Stadt viel wärmer. Da konnten wir sogar am Meer surfen! Was könnte ich noch hinzufügen? Außerdem unglaublich, ununterbrochen drei Tage lang waren wir ans Meer gefahren. Mir hat das so sehr gefallen, obwohl es mir kein Bedürfnis ist, am Meer zu sein, denn ich bin in einer Hafenstadt geboren. Damals dachte ich, dass ich mich in kürzester Zeit an Deutschland schon angepasst habe. Sowieso war das Spanien und ich musste alles genießen, die Sonne, das Meer, den Strand, besonders das Essen… vollständig!

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Dann würde ich gern zunächst über meinen ersten Versuch beim Surfen sprechen. Schon David hat mir erzählt, dass wir in Vigo zusammen surfen könnten, bevor ich nach Spanien geflogen bin. Ich hoffte einfach auf gutes Wetter. Am Morgen, an dem wir surfen würden, hat es leicht geregnet. Immerhin fuhren wir trotzdem ans Meer, weil es zu schade wäre, wenn wir es nicht versuchen würden. Glücklicherweise ist das Wetter unterwegs besser geworden und wir konnten ohne Problem die Sache ausleihen, z.B. das Surfbrett, den Surfenanzug. David erklärte, was ich beim Surfen machen soll und wir sind am Strand kurz gerannt, um unseren Körper zu erwärmen. Er war ein sehr guter Surfinglehrer! Nach der kurzen Erklärung, wie man auf dem Brett stehen kann, sind wir endlich ins Meer gegangen! Laut dem Wetterbericht betrug die Temperatur ungefähr 16 Grad und es war wirklich nicht so kalt. Ich versuchte weiter auf dem Brett zu stehen, aber es war nicht leicht für einen Anfänger. Doch machte das nichts. Es war mein erster Versuch und das wird besser beim nächsten Mal, fand ich. So sind wir etwa 2 Stunden lang ins Meer gesurft.

Am nächsten Tag hatten wir davon ein bisschen Muskelkater. Trotzdem es war eine gute Zeit! In Südkorea ist das Surfen nicht so beliebt und etwas teuer. Deshalb ich hatte keine Gelegenheit, dies zu probieren. Hier, in Europa, hatte ich die Chance und ich war daher sehr froh, mit einem guten Freund in Spanien, das versuchen zu können. Danke schön, David!